Neuigkeiten im Oktober und November

Liebe Mitglieder und Freunde der Bürgergesellschaft Blankenstein,

bevor wir zum Dauerthema Corona kommen, reden wir doch mal übers Wetter. 

Der September war anfangs noch rekordverdächtig und im langjährigen Mittel deutlich zu warm, zu trocken und sehr sonnenreich. Inzwischen hat uns der Herbst mit typischem Oktober/ November Wetter fest im Griff. Kühl, Regen und Wind lassen schnell die schönen Stunden auf dem Marktplatz in Blankenstein mit Eis oder Kaffee vom Café Z vergessen. Aber vielleicht gibt es ja doch noch ein paar schöne Tage die den Marktplatz in Blankenstein wiederbeleben lassen. 

Und auch die Eisdiele Filippin war ab Mitte September in Blankenstein wieder zurück. Nicht mit den bekannten Räumlichkeiten, die nach dem Brand ja erst wieder aufgebaut werden müssen, sondern mit einem Eiswagen etwas oberhalb des gewohnten Standortes.

Eiswagen

Auch die Weinlese in Blankenstein war in diesem Jahr erfolgreich mit zuckersüßen Trauben. Wer jetzt ungläubig dreien schaut, der sollte wissen, dass im Mittelalter in Blankenstein durchaus Wein angebaut wurde. Der gesamte Südhang der Burg war mit Weinstöcken bepflanzt. Auch die Amtshäuser in Blankenstein am Marktplatz waren bis Juli 1927 mit Weinreben bewachsen, bis ein Trunkenbold den Weinstock dort in einer Nacht und Nebelaktion abgesägt hatte.
Das Weinreben auch ein Haus schmücken können zeigt das Bild des Hauses auf der Straße, Zu den sieben Hämmern. Dort wurden diesem Jahr einige Kilo der süßen Trauben geerntet.

Aber kommen wir jetzt zum „Aufreger“ des Oktobers.

Baggergeräusche ließen einige Blankensteiner aufhorchen, die mit Entsetzen sahen, dass die Blumenwiese, (Südwiese, Eingang zum Gethmannschen Garten) auf der über Jahre der Heimatverein und viele ehrenamtliche Bürger Blumenzwiebeln gepflanzt hatten, durchpflügt wurde. Keiner in Blankenstein war darüber informiert und schon gar nicht der Heimatverein, der sich über Jahre als Partner der Stadtverwaltung gesehen hat und sich um diesen Park als Gartendenkmal engagiert gekümmert hatte. (Bild 4+5 Südwiese Gethmannscher Garten)

Die Stadt war offensichtlich schnell und hat aus einem EU Topf, der dieses Jahr abläuft, noch 400.000 € kurzfristig abgerufen können und muss nun dieses Geld bis Ende des Jahres im Gethmannschen Garten verbauen. Die gepflanzten Blumenzwiebeln dürften bei dieser Aktion kaum überlebt haben. Die Enttäuschung der vielen engagierten Bürger war groß.So wird bürgerschaftliches Engagement durchkreuzt.

Einerseits ist es lobenswert, wenn die Stadt Gelder und Fördertöpfe für solche Projekte generiert. Andererseits sollten dann auch die Bürger mit ins Boot geholt werden und besonders dann, wenn man Änderungen an der bisherigen Planung für dieses Gartendenkmal vornimmt. Mehr Fingerspitzengefühl und Wertschätzung ist hier gefragt.

Die vom Heimatverein für dieses Jahr geplante Pflanzaktion ist vorerst verschoben.

Bagger auf der Südwiese
Arbeiten auf der Südwiese

Kommen wir jetzt zu dem Thema und „Aufreger“, der uns seit Anfang des Jahres immer wieder beschäftigt und sich inzwischen zu einem zweiten Lockdown entwickelt hat. Corona! 
Aufgrund der schon lange bestehenden Corona-Gefahren haben viele Bürger Corona nicht mehr als akute Bedrohung wahrgenommen. Die Unvernunft einiger Menschen beschert uns nun extrem steigende Infektionszahlen und Erkrankungen. 
Besonders ärgerlich für die Gastronomiebetriebe, die viel in Schutzmaßnahmen investiert und sich bemüht haben alle Auflagen zu erfüllen, aber jetzt doch für vier Wochen schließen müssen. Uns steht ein bitterer November bevor mit einschneidenden, aber nötigen Beschränkungen.

Haben wir im Frühjahr noch Witze darüber gemacht, dass die Deutschen bei einer Pandemie als erstes sich mit Toilettenpapier eindecken, so kann sich inzwischen jeder davon überzeugen, dass die zweite Welle wohl angelaufen ist, denn selbst bei REWE in Blankenstein sind die Regale mit Toilettenpapier und Hygieneartikel leer. Kaum zu glauben, aber wahr.

Leere Regale
Lichterkette auf dem Marktplatz

Die augenblickliche Situation in Blankenstein ist nicht erfreulich, denn weitere lieb gewordene Traditionen mussten Corona-bedingt abgesagt werden.  So gibt es keinen Sankt Martinsumzug und auch die traditionellen Blankensteiner Adventsfenster werden nicht durchgeführt. 

Alternativ sind Ökumenische Aktionen geplant. Laternen spielen dabei eine Rolle und die werden auch in den Kindergärten fleißig gebastelt. Alle Kirchen sollen am Martinstag geöffnet bleiben und sind mit Laternen beleuchtet. Eine schöne Idee, die vielleicht Licht und Hoffnung in den sonst eher trüben November bringt.

Auch die Bürgergesellschaft plant den Marktplatz und den Tannenbaum in Blankenstein zur Adventszeit festlich zu beleuchten. Die Stadt und einige Sponsoren wollen dabei helfen. 

Hoffen wir, dass alles gut geht und mit den einschneidenden persönlichen Beschränkungen des neuen Lockdowns die Pandemie einigermaßen beherrschbar wird. Es wird zukünftig einiges anders werden. Wir haben viel über das Virus gelernt, und wir lernen immer noch mehr.

Corona hat nichts an seiner Gefährlichkeit verloren. Der „Wellenbrecher“ Lockdown im November soll eine akute nationale Gesundheitsnotlage vermeiden helfen. 

Akzeptieren wir die Kontaktbeschränkungen und die Pause für Kultur und Sport, denn Bildung und Wirtschaft sind ausgenommen. Corona darf uns nicht klein kriegen. Ziel ist es die Welle zu stoppen und bleiben wir alle zuversichtlich und helfen mit.

Ihr/Euer Henning Sandmann

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